HGV-Neujahresempfang

Bürgermeister Günter Maibach hat am Donnerstagabend auf dem Neujahrsempfang des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Bruchköbel die Pläne zur Innenstadt-Entwicklung vorgestellt. Dabei versprach er, dass das geplante Stadthaus eine Bühne - ähnlich wie im heutigen Bürgerhaus - erhält. Außerdem stellte Bürgermeister Maibach die neue App der Stadt vor und verwies auf die laufenden Umfragen unter Händlern und Gewerbetreibenden.

Bürgermeister Maibach will das neue Zentrum von Bruchköbel so bald wie möglich realisieren, um die Innenstadt aufzuwerten und die Stadt voranzubringen. Dort, wo sich heute das Rathaus befindet, soll es ein Stadthaus geben. Darin wird sich neben der Verwaltung das künftige Bürgerbüro befinden. Außerdem soll das Stadthaus künftig auch als Bürgerhaus genutzt werden können. „Das Stadthaus wird den Bürgern gehören“, versprach der Bürgermeister.

Gleichzeitig kündigte Bürgermeister Maibach an, dass es im Stadthaus Räume für Veranstaltungen mit einer Bühne „in einer vergleichbaren Größenordnung“ wie im Bürgerhaus geben wird. Das Gebäude soll zudem der Stadt gehören. „Wir werden unser Tafelsilber nicht verkaufen“, sagte der Bürgermeister. Der Main-Kinzig-Kreis habe in einem Vorab-Gespräch keine prinzipiellen Einwände gegen eine solche Investition in die Zukunft des Standorts Bruchköbel geäußert.

Im Foyer des Bürgerhauses von Oberissigheim informierten sich die zahlreichen Mitglieder und Gäste des HGVs anhand von Modellen und Skizzen über die beiden möglichen Varianten des Innenstadt-Umbaus. Die Mitarbeiter des Stadtmarketings erklärten die geplanten Veränderungen rund um das Bürgerhaus und das heutige Rathaus, die aktuell in den politischen Gremien diskutiert werden.

Die hohe Grundstücksnachfrage in Bruchköbel – sowohl von Gewerbetreibenden als auch von Bürgern im Bereich Wohnen – sprechen laut Günter Maibach für die Attraktivität der Stadt: „Bruchköbel ist sehr stark gefragt.“ Das Gewerbegebiet im Lohfeld sei so gut wie verkauft. Täglich gingen bei der Stadt Anfragen nach Grundstücken in den Bindwiesen und im Peller ein. Dieser wird ab dem Sommer in zwei Schritten erweitert.

HGV-Vorstand Reiner Ochs lobte die Arbeit der Stadt und des Stadtmarketings. So sei etwa der digitale Marktplatz „sehr gelungen“ und auch der Umbau der Hauptstraße sei ein Erfolg gewesen. Um noch besser auf die Bedürfnisse der Unternehmen reagieren zu können, führt die Stadtmarketing-GmbH derzeit eine Umfrage zur Arbeit des Stadtmarketings und der Wirtschaftsförderung durch.

Schließlich stellte der Bürgermeister die Bruchköbel-App vor, die ab März heruntergeladen werden kann. Sie hält für die Bürger zahlreiche nützliche Funktionen wie einen Lob- und Mängelmelder, einen Abfallkalender sowie Angebote der ortsansässigen Unternehmen bereit. Außerdem kann der Veranstaltungskalender abgerufen werden.

Bürgermeister Maibach lobte auch die „sehr gute“ Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und der Verwaltung bei Unterbringung und Integration der Flüchtlinge. Für ihr jahrelanges Engagement bei der Sprachförderung von Migrantinnen wurde Bernadette Beyer vom HGV geehrt. Flüchtlingskoordinator und Sozialamtsleiter Dietmar Hußing nahm den Preis stellvertretend für sie entgegen.