Stadtplanungsbüro gesucht - zweite Projektphase für die neue Innenstadt eingeleitet

Bruchköbel, den 11.3.2015 - Im Rahmen der Ausschusssitzung für Stadtentwicklung, Kultur und Soziales am 10.3.2015 berichtete Bürgermeister Günter Maibach zum Vorgehen der Innenstadtentwicklung in Bruchköbel. Zur Koordinierung der Arbeiten stellte er ein Projektteam aus internen und externen Fachkräften vor. Neben der städtischen Bauverwaltung gehören dem Team die Stadtmarketing GmbH, die Firma Terramag aus Hanau und die Anwaltskanzlei Karpenstein, Kleymann und Partner aus Wetzlar an. Aufgabe der Projektgruppe ist die fachliche Vorbereitung und Durchführung der nächsten Projektschritte wie die, der umfassenden Stadtplanung und der treuhänderischen Finanzierung. Aber auch die zeitnahe Information der Bürgerinnen und Bürger und das Zusammenführen und Vermitteln aller Kommunikationsinhalte für die Beteiligten im Prozess ist durch sie sicherzustellen. Die Gesamtsteuerung des Prozesses der Innenstadtentwicklung übernimmt für die Stadt die Stadtmarketing Bruchköbel GmbH. Bürgermeister Maibach gab dann einen Überblick über alle Einzelangebote zur Beauftragung der Büros der Projektgruppe sowie eines notwendigen Gutachtens für Gewässer und Naturschutz. Die entsprechende Vorlage wird dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung  vorgelegt. Bisher belaufen sich die Kosten der Projektsteuerung bei Beauftragung demnach auf 92.400 Euro.

Thomas Müller von der Terramag stellte am gestrigen Abend den Zeitplan und das weitere Vorgehen für die nun anstehenden Projektphasen vor. 

Der nächste Schritt des Projektteams Innenstadtentwicklung ist demnach das Erstellen eines städtebaulichen Rahmenplans, der die bereits in der Lenkungsgruppe 2014 erarbeiteten Pläne und Ideen fachlich zusammenführt. Hierzu wird derzeit ein geeignetes Stadtplanungs-büro ausgewählt. Im städtebaulichen Rahmenplan werden auch Fragen der Finanzierung und Realisierung aufgenommen und beantwortet. Geplant ist es zudem, eine weitere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchzuführen.

Ebenfalls erforderlich sind die zeitnahe Erhebung von Gewässer- und Naturschutzbelangen. 

Die genannten Schritte sind auch zur Vorbereitung eines späteren Bebauungsplans notwendig. 

Alle Vorhaben und Arbeitsergebnisse werden den Stadtverordneten in mehreren Terminen im Ausschuss Stadtentwicklung, Kultur und Soziales im Laufe des Jahres 2015 vorgestellt. 

Beschlüsse über 50.000 Euro sind - so der Vorschlag des Projektteams - entsprechend der gängigen Praxis in den jeweiligen Stadtverordnetenversammlungen den Stadtverordneten zur Entscheidung vorzulegen. Bis dato benötigten nach der Beschlusslage vom vergangenen Sommer jedoch alle Entscheidungen und Arbeiten den Beschluss der Stadtverordneten. „Das Warten auf Stadtverordnetenversammlungen für Beschlüsse zu rein operativen Tätigkeiten bedingt leider unnötige Verzögerungen in der Arbeit,“ so Thomas Müller. So könne das bereits Ende März ausgewählte Planungsbüro erst am 23.4. in der übernächsten Stadtverordnetenversammlung beauftragt werden, womit sich die Ergebnisse um mindestens 4 Wochen verschieben werden. Um Entscheidungen künftig zu vereinfachen, wird daher eine entsprechende Vorlage für die kommende Stadtverordnetensitzung vorbereitet, dass Verträge mit Beratern und Projektentwicklern während der Projektphase 2 in der Zuständigkeit des Magistrats verbleiben.

 

Das Ergebnis der städtebaulichen Planung soll nach dem aktuellen Plan des Projektteams direkt nach der Sommerpause der Stadtverordnetenversammlung und den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt werden.

Danach soll sich nahtlos das Aufgreifen und Aufstellen der treuhänderischen Finanzierung für alle oder einzelne Bauabschnitte anschließen. Das Projektteam will demnach bis Ende 2015 erste konkrete Auswahlverfahren für die Investoren anstoßen.

„Das für unsere Stadt zentrale Zukunftsprojekt möchten wir nach dem einstimmigen Beschluss aller Fraktionen im Sommer 2014 jetzt unverzüglich und konsequent weiterführen,“ erklärt Bürgermeister Günter Maibach die vorgestellten Schritte. Dies sei auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Die erforderlichen Mittel für die Projektsteuerung seien im Haushaltentwurf 2015 eingestellt.